Echsen benötigen - je nach Art - meist Grünfutter wie Salat, Obst, Möhren, usw. Auf dem Speiseplan vieler Arten steht dann auch noch Tierisches Futter, wie z.B. Heuschrecken, Heimchen, Mehlwürmer, Zophobas, Fliegen, usw. diesbezüglich sollte es also schonmal keine Berührungsängste geben, denn auf kurz oder lang wird so ein Futtertier auch mal in der Wohnung rumlaufen.
Es gibt warscheinlich keinen Echsenhalter der nicht die Lagerfeuer-Romantik von Freiheit und Abenteuer kennt, die ein zirpendes Heimchen verbreitet, dass sich tagelang hinter einem Schrank versteckt hat. Man sollte daher also auch an die anderen Familienmitglieder denken, die damit vieleicht nicht zurechtkommen.
Schlangen benötigen - je nach Art - Mäuse, Ratten, Hamster, oder sogar noch größere Futtertiere wie z.B. Hasen. Auch gibt es Arten, die sogenannte Futterspezialisten sind, also ganz bestimmtes Futter benötigen wie z.B. Eier oder Kücken.
Bei Schlangen stellt sich ferner die Frage wie man die Futtertiere verfüttern will, will man lebend Füttern sollte man beachten, dass dies viel Zeitaufwendiger als wie bei Frostfutter ist, denn man sollte niemals lebende Nager unbeobachtet zu einer Schlange in das Terrarium setzen. Nicht selten werden die Schlangen durch Bisse der Nager verletzt. Es ist sogar möglich, dass ein Nager eine Schlange durch Bisse tötet.
Will man Frostfutter verfüttern benötigt man einen Gefrierschrank,dabei sollte man wiederrum beachten, das es evtl. in der Familie zu Problemen führen kann, wenn ein Paket tiefgefrorene Mäuse oder Ratten im Gefrierfach neben den Nahrungsmitteln liegt. Es kommt nämlich nicht immer gut an, wenn man beim öffnen des Gefrierfachs von dem Lächeln einer XXL Ratte begrüßt wird. Also auch dieser Punkt sollte vor der Anschaffung geklärt sein.
Grundsätzlich sollte man die lebenden Futtertiere, egal ob Heuschrecken, Heimchen, Mäuse oder Ratten, über einige Tage hinweg mit entsprechendem Futter aufwerten, damit die Reptilien auch nährstoffreiches Futter bekommen. Neben dem dafür erforderlichen Platz für die Käfige und/oder Boxen muss natürlich auch das dafür benötigte Futter vorrätig sein. Beachten sollte man hierbei auch die evtl. Geruchsbelastung.
Gleiches gilt für Frostfutter, dieses enthält so gut wie garkeine Nährstoffe mehr. Man muss also auch dieses Futter vor der Fütterung durch entsprechende Vitamine und Mineralstoffe aufwerten.
Zum normalen Futterbedürfnis der Tiere kommen dann ggf. noch weitere benötigte Vitamine und Mineralstoffe hinzu, wie z.B. Sepiaschale oder Präparate wie Korvimin oder ähnliches, welche dem Futter beizumischen sind. Auch diese müssen beschaft und gelagert werden.
Es ist also erforderlich das Thema der Futterversorgung von vornherein zu klären.
Die Beschaffung und die (Mehr)Kosten
Neben der Frage woher man das Futter bekommt sollte man auch die Kosten hinterfragen, hat man nämlich keinen Züchter für Futtertiere in der Nähe, bleibt nur der Weg in den Fachhandel, wo die Futtertiere aber meist teurer sind als wie beim Züchter. Meist muss man dort auch abstriche bei der Qualität hinnehmen, nicht zuletzt wegen der Transportwege und Lagerung.
Hat man auch keinen Fachhandel in der Nähe bleibt nur noch der Weg die Futtertiere zu Bestellen, hierbei sollte man dann aber auch die Mehrkosten berücksichtigen. Neben den üblichen Kosten für Porto und Verpackung - und ggf. den Kosten für Nachnahmesendungen - fallen meist im Winter noch zusätzliche Kosten für sogenannte Winterverpackungen an, wie z.B. Heatpacks und/oder Styroporkisten, wobei für die Styroporkisten meist ein Pfand berechnet wird. Viele Versender stellen es dem Kunden zwar Frei bei der Bestellung optional eine Winterverpackung zu wählen, ohne diese erfolgt der Versand dann aber auf Risiko des Kunden und Reklamationen sind somit ausgeschlossen. Da auch die Futtertiere Lebewesen sind und diese genauso zu behandeln sind wie andere Tiere auch, sollte im Winter grundsätzlich nur mit einer Winterverpackung Bestellt und auch Versendet werden.
Letztlich gibt es noch die Möglichkeit die Futtertiere selber zu Züchten. Allerdings wird sich dies für Neueinsteiger nicht wirklich lohnen. Hat man nur 1 oder 2 Schlangen oder Echsen dürften der Aufwand und die Kosten für die Zucht von Futtertieren den normalen Rahmen um einiges übersteigen, zumal für diese Zucht auch einige Erfahrung erforderlich ist. Von den Kosten her würde sich dies also erst bei mehreren Tieren rechnen oder aber man hat im Bekanntenkreis noch einige andere Leute die ebenfalls Bedarf an Futtertieren haben, sodass man eine solche Zucht dann zusammen mit anderen aufbauen könnte.
Ähnlich wie bei den Futtertieren sieht es auch beim Grünfutter aus. Steht im Sommer ein reichhaltiges Angebot in den Geschäften bereit und kann man vieles im evtl. vorhandenen eigenen Garten ziehen, sieht es im Winter schon wieder ganz anders aus, sofern man nicht ein eigenes Gewächshaus zur Verfügung hat. Auch die Versorgung mit Gräsern, Blüten oder Pflanzen ist im Winter nicht immer gegeben.
Hinzu kommt auch noch, dass im Winter natürlich die Preise für Obst, Früchte und Salate entsprechend anziehen. Auch dies sollte man berücksichtigen und mit einkalkulieren. |