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Milben 
 
Milben

Milben (Acari) zählen zu den Ektoparasiten (Außenparasiten) und sind eine Ordnung der Spinnentiere (Arachnida) im Stamm der Gliederfüßer und stellen mit ca. 45.000 Arten die wohl größte Gruppe der Spinnentiere. Im durchschnitt erreichen Milben eine Körpergröße von 0,1 mm bis 4 mm. Im vollgesogenen Zustand sind sie dann deutlich größer.

 

Die Parasiten unter den Milben nisten sich im Bereich der weichen Hautschichten, meist am Kopf oder am Hals, oder aber an den Körperöffnungen wie den Ohren oder der Kloake ein und saugen das Blut aus dem Wirtstier. Nachdem sie sich vollgesogen haben lassen sie vom Wirtstier wieder ab. Ein starker Befall mit Milben kann beim Wirtstier - insbesondere bei Jungtieren - sehr schnell zu Blutarmut oder zum Tod führen. Hinzu kommt auch das die Milben unter Umständen weitere Erreger übertragen, wie z.B. Fadenwürmer (Filarioidea).

Milben werden - aufgrund ihrer geringen Größe - meist erst dann erkannt, wenn schon ein starker Befall vorliegt. Man sieht die Milben dann auf dem Tier herumlaufen oder kann den Milbenkot auf dem Tier erkennen. In den feuchten Bereichen des Bodengrunds findet man zum Teil große Ansammlungen von Milben, z.B. unter dem Wasserbecken. Auch im Wasser selber kann man einen Milbenbefall z.B. an toten Milben oder aber an braunen Ablagerungen am Boden der Wasserschale erkennen.

Hat man mehrere Terrarien in einem Raum kann man davon ausgehen das sich der Befall sehr schnell auf alle Terrarien und deren Bewohner ausweitet, denn Milben können sich, wie beispielsweise die Schlangenmilbe (Ophionyssus natricis), sehr rasch vermehren. Auch, wenn Milben sich recht langsam Bewegen, kann man sich doch recht Sicher sein das sie den Weg in die anderen Terrarien finden werden.

Meistens Hilft hierbei auch wieder der Tierhalter selber mit. Beim täglichen Wasserwechsel und/oder bei der Reinigung der Terrarien kann man Milben sehr schnell und unbemerkt von einem Terrarium in das andere befördern. Aber auch durch Futtertiere wie beispielsweise Mäuse oder Ratten kann man sich Milben in den Bestand einschleppen.

Wenn man einen Befall mit Milben feststellt, dann sollte die gesamte Einrichtung aus den Terrarien zusammen mit dem Bodengrund direkt in den Müll gehen. Wenn man das Terrarium nach draußen bringen kann, sollte man dies am besten draußen manchen, damit die Milben nicht im ganzen Raum verteilt werden. Und man sollte diesen Radikalen Weg durchaus gehen, ansonsten läuft man Gefahr, dass man nach 2 Wochen wieder Milben im Terrarium hat. Man hat dann nicht nur die doppelte Arbeit, das Tier hat dann auch den doppelten Stress. Und dies sollte zum wohl des Tiers vermieden werden.

Oft wird in den Foren geschrieben, dass man die Einrichtungsgegenstände im Backofen erhitzen soll um so die Milben zu töten. Durchaus eine Alternative zum wegwerfen. Man sollte aber dabei bedenken das man auf dem Weg zur Küche - wo der Backofen normalerweise steht - die Milben Quasi in der gesamten Wohnung, einschließlich der Küche, verteilt. Bedenkt man dann weiter das eine einzige Milbe bis zu 400 Nachkommen haben kann, kann man sich vorstellen wie schnell die Milben dann im Fell eines anderen Haustiers oder an den Socken oder den Schuhen des Menschen wieder den direkten Weg ins Terrarienzimmer finden.

Und ob es wirklich so Appetitlich ist den kontaminierten Bodengrund auf einem Backblech zu verteilen lassen wir einmal offen, besonders dann, wenn es am Abend Pizza geben soll.


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Thema erstellt: 22.07.2008
Bearbeitet: 22.07.2008

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